Nächste AKS-Treffen

Liebe AKS’ler*innen und Interessierte,

wir treffen uns regelmäßig im Wechsel am 3. Dienstag oder 2. Mittwoch im Monat jeweils um 20 Uhr an der Katholischen Hochschule Freiburg (Haus 3 Raum 3103).

Die Termine des aks-Treffen fürs Jahr 2020/2021:
Wir treffen uns aktuell nur online (Mi. 10.02./ Di. 16.03./ Mi. 14.04./), wer mit dazu will schreibt uns einfach eine Email.

Veränderungen/Abweichungen von diesen Terminen werden spätestens einen Monat vorher hier auf der Homepage veröffentlicht und über den Newsletter publik gemacht.

aks-Stammtisch: findet immer mal wieder statt, Infos hier oder im Newsletter (im GEIER/BODEGA Belfortstraße 38)

Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen haben wir nun beendet. Das Buch ist zu empfehlen. Wir werden da in irgendeiner einer Form weiter machen! Infos folgen.

Neue Gesichter sind jederzeit herzlich willkommen!

Soziale Arbeit – im Auftrag der Sicherheit unterwegs?

Online-Vortrag und Diskussion

mit Georg Grohmann (Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork / Mobile Jugendarbeit)

Donnerstag 4. Februar 2021 um 20 Uhr
Online-Veranstaltung (Link auf Anfrage per Mail)
e.mail: aks-freiburg@gmx.dehttps://aksfreiburg.wordpress.com

Das Thema „Sicherheit“ wird für bestimmte Bereiche der Sozialen Arbeit zunehmend virulent. Zum einen erleben wir in Freiburg, dass die Soziale Arbeit als präventiver Teil eines kommunalen Sicherheitskonzeptes instrumentalisiert wird. Dazu passt, dass sich der Freiburger Vollzugsdienst hin und wieder als „Sozialarbeit mit Durchgriffsmöglichkeit“ öffentlichkeitswirksam darstellt. Hiervon hat sich der AKS Freiburg deutlich distanziert. Gleichzeitig agiert der VD als „Armenpolizei“ und geht rigoros gegen betelnde Menschen in der Innenstadt vor.

Aber auch bundesweit gibt es bedenkliche Entwicklungen. So sind die Novellierungen der Polizeigesetze in vielen Bundesländern Ergebnis eines stärker nach Ordnung und Kontrolle zielenden Staates. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen sind in der Praxis aufsuchender Sozialarbeit konkret spürbar.

So sind Adressat*innen von Streetwork besonders von Überwachungsmaßnahmen des öffentlichen Raums betroffen. Aber auch Fachkräfte berichten von Dimensionen der Überwachung, welche erstens längst vergessen schienen und zweitens direkten Einfluss auf die praktische Arbeit und ihre Wirksamkeit entfalten. Im Vortrag werden diese Entwicklungen anhand konkreter Beispiele aufgezeigt und mögliche Folgen für die Wirksamkeit aufsuchender Arbeit beschrieben.

  • Welche Konsequenzen ziehen Fachkräfte der Sozialen Arbeit aus diesen Verschärfungen?
  • Was bedeutet diese Entwicklung für eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit?
  • Welche Rolle spielt hierbei das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeiter*innen?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für die Alltagspraxis der Sozialen Arbeit?

Zum Weiterlesen: „Gefährliches Pflaster“ – Zeitung zur Sicherheitskritik

Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Liebe Kolleg:innen,

wir (Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg), Care Revolution, die Belegschaft der „Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“ und die FAU Freiburg) rufen mit diesem Offenen Brief (pdf) unsere Kolleg:innen im Sozialbereich dazu auf, die Stimme zu erheben und sich gemeinsam dagegen zu wehren, dass die Corona-Krisenkosten auf uns und den Menschen mit denen wir arbeiten abgeladen werden.

Wir rufen euch alle auf, sprecht mit euren Kolleg:innen und unterstützt den Offenen Brief. Wir sammeln erstmal weiter, gebt Bitte an ob die Unterschrift online erscheinen darf

Rückmeldungen an: aks-freiburg@gmx.de
Ihr könnt als Einzelperson oder als Gruppe den Brief unterstützen. zum Beispiel:
– Einzelne Beschäftigte des [Träger] Freiburg im Bereich [XXX]
– Team X der [Träger]
– Personen mit ihren Namen

Der Brief wurde am 24.1. erstmal mit den bis dahin gesammelten Unterschriften an die Presse, Gemeinderat versendet. Und vielleicht machen wir auch noch eine kleine Aktion (dazu gerne auch Ideen an uns senden!)

Zum Hintergrund noch BZ Artikel (1, 2), einen aus der Zeit und eine Meldung des SWR wie die Ergebnisse der Tarifverhandlung schon zum Spielball gemacht werden.

Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

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Es wird Zeit angemessene Übernachtungsmöglichkeiten und Wohnraum für Wohnungslose zu schaffen.

Am Montag morgen, den 23.11, ist in Freiburg eine Frau tot im Stadtgarten aufgefunden worden. Sie war obdachlos und hatte hinter dem Musikpavillon übernachtet. Zuerst hieß es in der Badischen Zeitung (BZ), dass sie nach Einschätzung des Notarztes an Erfrierungen gestorben sei, zwei Tage später wurde dies relativiert und die Polizei teilte mit, sie sei an einer „medizinischen Grunderkrankung“ verstorben.
Wir fragen uns, wäre diese obdachlose Frau daheim in Ihrer Wohnung in ihrem eigenen Bett auch gestorben?
Viele Obdachlose haben, sie müssen u.a. auf der Straße leben, mindestens eine Grunderkrankung. Jeder Mensch hätte Schwierigkeiten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt draußen übernachten zu müssen und gesund zu bleiben.

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Offener Brief zum Thema: Betteln in Freiburg

Offener Brief an die Freiburger Öffentlichkeit,
Presse, Sozialarbeiterinnen, Stadt Freiburg, Gemeinderätinnen und Oberbürgermeister Martin Horn,

„es ist wirklich erschreckend, welche Töne – auch bei uns in Freiburg – mittlerweile zu vernehmen sind. Wir werden Zeuge von Beleidigungen, Hetze und Hass.“ (Neujahrsansprache OB vom 15.01.2020) Bettelnden Menschen wird ihre Armut vorgeworfen. Sie werden in einem gemeinsamen Brief von sich organisierenden Geschäftstreibenden als „Banden“, „Belagerinnen“ und „Okkupiererinnen“ diffamiert und wir sind besorgt welche Maßnahmen die Stadt Freiburg ergreift, um sich „unattraktiv für Bettler*innen“ zu machen. „Solch hasserfüllte Sprache erschüttert uns. Gerade wenn wir uns vor Augen halten, wohin hasserfüllte Sprache früher oder später führt.“ (Neujahrsansprache OB)

„Wir werden bei uns in Freiburg auch weiterhin Menschen willkommen heißen. Wir werden uns auch künftig für Menschenrechte, Weltoffenheit und soziale Gerechtigkeit einsetzen.“ (Neujahrsansprache OB)
Um so wichtiger ist es hier, dass die Stadt Freiburg nicht Arme, sondern Armut als Problem sieht und bekämpft.

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aks-Newsletter 10/2020

Liebe Mitstreiter*innen

Corona begleitet uns weiterhin direkt und indirekt. Es ist noch unklar wie sich die Zahlen im Herbst und Winter entwickeln werden. Klar ist aber leider, dass Adressatinnen Sozialer Arbeit häufig besonders von der Krise betroffen sind und deren Unterstützung bisher keine politische Priorität eingeräumt wurde. Die von politischen Entscheidungsträgerinnen viel beschworene Solidarität beweist sich häufig als leere Phrase, sobald Menschen in prekären Lebenssituation eben diese Solidarität dringend benötigen! Gleichzeitig schaffen wir es als Sozialarbeiter*innen bisher noch nicht ausreichend, uns öffentlich Gehör zu verschaffen. Da es diese Stimmen aber gibt, wollen wir in diesem Newsletter besonders auf einige öffentliche Stimmen aufmerksam machen.

1) Soziale Arbeit und Corona
Bielefelder Erklärung der Gilde Soziale Arbeit (pdf)
• Interview zur Kampagne »Dauerhaft systemrelevant«, das DBSH, der sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit einsetzt
»Streiks und Demonstrationen sind sehr voraussetzungsvoll im Bereich der Sozialen Arbeit«
• Sozialpädagogiktag Tübingen 2020: Soziale Arbeit in der (Corona-)Krise – Impulse und Verortungen: Interviews mit Wissenschaftlerinnen, Fachkräften und Vertreterinnen von Selbstorganisationen als Pod- /Videocasts zwischen November und Dezember. Infos und Newsletteranmeldung
• „Heute legen wir aus aktuellem Anlass ein Positionspapier der Initiative CareMachtMehr mit dem Titel ‚Großputz! Care nach Corona neu gestalten‘ vor, in dem wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie Probleme benennen, Ziele formulieren und erste Arbeitspakete vorschlagen. Dieses Positionspapier wurde erarbeitet, weil die gegenwärtige Krise unseres Erachtens auch eine Chance zur Korrektur gravierender Missstände im Bereich Care darstellt.“
https://care-macht-mehr.com/

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