Nächste AKS-Treffen

Liebe AKS’ler*innen und Interessierte,

wir treffen uns regelmäßig im Wechsel am 3. Dienstag oder 2. Mittwoch im Monat jeweils um 20 Uhr an der Katholischen Hochschule Freiburg (Haus 3 Raum 3103).

Die Termine des aks-Treffen fürs Jahr 2020:
Bei den Termine im 2. Halbjahr (Di. 17.11., Mi. 09.12.) ist noch nicht klar ob wir uns physisch treffen können, oder eine online-Variante durchführen.

Veränderungen/Abweichungen von diesen Terminen werden spätestens einen Monat vorher hier auf der Homepage veröffentlicht und über den Newsletter publik gemacht.

aks-Stammtisch: findet immer mal wieder statt, Infos hier oder im Newsletter (im GEIER/BODEGA Belfortstraße 38)

Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen immer am 4. Mittwoch/Monat 19 Uhr 28.10. (findet so weit es die Lage zulässt wieder physisch und im Innenhof statt, schreibt eine Email für mehr Infos)

Neue Gesichter sind jederzeit herzlich willkommen!

aks-Newsletter 10/2020

Liebe Mitstreiter*innen

Corona begleitet uns weiterhin direkt und indirekt. Es ist noch unklar wie sich die Zahlen im Herbst und Winter entwickeln werden. Klar ist aber leider, dass Adressatinnen Sozialer Arbeit häufig besonders von der Krise betroffen sind und deren Unterstützung bisher keine politische Priorität eingeräumt wurde. Die von politischen Entscheidungsträgerinnen viel beschworene Solidarität beweist sich häufig als leere Phrase, sobald Menschen in prekären Lebenssituation eben diese Solidarität dringend benötigen! Gleichzeitig schaffen wir es als Sozialarbeiter*innen bisher noch nicht ausreichend, uns öffentlich Gehör zu verschaffen. Da es diese Stimmen aber gibt, wollen wir in diesem Newsletter besonders auf einige öffentliche Stimmen aufmerksam machen.

1) Soziale Arbeit und Corona
Bielefelder Erklärung der Gilde Soziale Arbeit (pdf)
• Interview zur Kampagne »Dauerhaft systemrelevant«, das DBSH, der sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit einsetzt
»Streiks und Demonstrationen sind sehr voraussetzungsvoll im Bereich der Sozialen Arbeit«
• Sozialpädagogiktag Tübingen 2020: Soziale Arbeit in der (Corona-)Krise – Impulse und Verortungen: Interviews mit Wissenschaftlerinnen, Fachkräften und Vertreterinnen von Selbstorganisationen als Pod- /Videocasts zwischen November und Dezember. Infos und Newsletteranmeldung
• „Heute legen wir aus aktuellem Anlass ein Positionspapier der Initiative CareMachtMehr mit dem Titel ‚Großputz! Care nach Corona neu gestalten‘ vor, in dem wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie Probleme benennen, Ziele formulieren und erste Arbeitspakete vorschlagen. Dieses Positionspapier wurde erarbeitet, weil die gegenwärtige Krise unseres Erachtens auch eine Chance zur Korrektur gravierender Missstände im Bereich Care darstellt.“
https://care-macht-mehr.com/

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aks-Newsletter 07/2020

Hallo kritische Soziale Arbeiter*innen,

bevor es in die Sommerferien geht, hier noch einen paar Infos von uns:

Treffen
Die kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen findet am Mi. 22.07. 19 Uhr im grenzenlos (Adlerstr 12 Grether-Gelände) statt.

Diskussion
Empfehlen möchten wir euch zwei neue digitale Formate, die sich mit Sozialer Arbeit und Corona beschäftigen:
– Im Podcast ‚nah und distanziert‘ diskutieren die Podcaster*innen mit Sozialarbeitenden über die aktuellen Bedingungen und Herausforderungen von Sozialer Arbeit und sprechen mit ihnen über persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Zustände und ihre politischen Forderungen. http://nahunddistanziert.de/ oder auf https://www.youtube.com/results?search_query=%23nahunddistanziert
– Der Blog ‚SOZ PÄD CORONA‘ der Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft versammelt kurze Beiträge aus der Wissenschaft Sozialer Arbeit. Der Fokus liegt darin, sozialpädagogische Reflexionen über das, was geschieht sowie mögliche Gestaltungen bzw. Positionierungen der Sozialen Arbeit anzubieten. https://sozpaed-corona.de

Soziale Ungleichheit und Corona
Corona und ihre Folgen sind noch nicht ausgestanden, vieles wird wohl erst noch kommen. Analysen der Hans-Böckler-Stiftung und der Uniklink Düsseldorf und der AOK kommen zu dem Schluss, dass Corona sozial Benachteiligte härter trifft und die Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft bei niedrigerem Einkommen deutlich häufiger und hartnäckiger ist, aber auch die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement steigt je höher das Einkommen ist.
https://www.boeckler.de/pdf/pm_wsi_2020_07_10.pdf & https://www.labournet.de/politik/wipo/wipo-deb/wipo-all/soziale-ungleichheit-hierarchie-der-not-wer-unten-steht-leidet-mehr-die-corona-krise-verdeutlicht-und-verschaerft-die-soziale-ungleichheit/ & https://www.tagesschau.de/inland/corona-sozial-schwache-101.html
Eine Aufstockung der Sozialleistungen (Hartz IV und Co.) gibt es ja bis heute nicht. Stichwort #100EuroMehrSofort.

Zur Frage nach dem Zusammenhang von ‚sozialen Determinanten von Gesundheit in der Corona-Pandemie‘ verweisen die Kritischen Mediziner*innen Freiburg mit einer Mindmap die hier abzurufen ist: https://kritmedis.de/wp-content/uploads/2020/07/Endg%C3%BCltige-Version-Mind-Map.pdf

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge warnt vor härteren Verteilungskämpfen in Folge der Coronakrise im Hinblick auf die Frage: Wer zahlt die Krise? https://www.neues-deutschland.de/artikel/1138212.corona-und-soziale-folgen-wer-zahlt-die-krise.html
Auf die Verteilungskämpfe sollten wir uns vorbereiten und uns jetzt inhaltlich und organisatorisch aufstellen. Denn sie werden kommen und wenn dem nichts entgegengestellt wird, wird es vielen (gerade auch den Menschen, mit denen wir arbeiten) noch schlechter gehen.
Da sei nochmal an den Zwischenruf: Systemrelevant? Nein! Systemtransformationsrelevant! https://akshamburg.wordpress.com/2020/06/13/ein-zwischenruf/ erinnert. Lasst uns eine solche „Systemtransformationsrelevanz“ erarbeiten, um nicht lediglich Abwehrkämpfe zu führen.
In diesem Zusammenhang der Hinweis auf die aktuelle Kampagne http:/hartzfacts.de. Sie will Schluss machen mit Vorurteilen und liefert Fakten. Denn eine gelungene Spaltung und Diffamierung ist die legitimatorische Grundlage, Menschen eine wirkliche Existenzsicherung vorzuenthalten. Und wie in allen Krisenzeiten sind es Bilder der ‚faule Griechen‘ oder von ‚Sozialtourismus‘, die Solidarität verhindern sollen.

Solidarität schaffen will Solidarity-City Freiburg. Der Zusammenschluss veröffentlicht aktuell regelmäßig thematische Newsletter. Bis jetzt sind drei zu den Themen erschienen: Gesundheit, Arbeitswelt und Corona sowie Wohnen und Corona erschienen. Sie können hier abgerufen werden: https://www.freiburger-forum.net/solidarity-city/solidarity-city-newsletter-in-zeiten-von-corona/ Weitere sind geplant zu: Polizei und Rassismus, Armut, Flucht und Migration, Pflege, Bildung, Kunst und Kultur, Umwelt und Klimaschutz, Rüstung

Soziale Berufe attraktiv, aber unterbezahlt
Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Familienministeriums zur Aufwertung von sozialen Berufen https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-726531.html Allerdings sind solche Studien das eine, etwas ganz anderes ist dagegen die konkrete Politik. So haben die kommunalen Arbeitgeber in der aktuellen Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst deutlich gemacht, dass sie keine Lohnerhöhungen bezahlen wollen.
https://ver-und-entsorgung.verdi.de/branchen/troed-2020/++co++ae979e34-b536-11ea-9375-001a4a160117
Nun geht es in dieser Auseinandersetzung um alle Beschäftigten bei Bund und Kommunen und nicht nur um den Sozial- und Erziehungsdienst. Trotzdem sind natürlich auch die Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen betroffen, deren Arbeitgeber den TVöD anwenden oder sich daran orientieren. Gerade wegen Corona und der aktuellen Debatte sollten wir jetzt für ein gesellschaftliche Aufwertung streiten, die übers symbolisches Beifall-Klatschen hinausgeht und sich auch in einer besseren Bezahlung zeigt.

Dazu gehört auch, wie die Social Media Kampagne #praktischpleite – für eine Verbesserung der Praktikumsbezahlung in der Sozialen Arbeit https://www.facebook.com/Junger.DBSH.Freiburg/ &https://www.instagram.com/jungerdbshfreiburg/ aufzeigt, bereits das Studium und die dazugehörige Kosten und Unterbezahlung im Praxissemester in den Blick zu nehmen!

aks-Newsletter 06/2020

Hallo kritische Soziale Arbeiter*innen,

die Termine des aks-Treffen fürs 2. Halbjahr (Di. 15.09., Mi. 14.10., Di. 17.11., Mi. 09.12.) ist noch nicht klar ob wir uns physisch treffen können, oder eine online-Variante durchführen, aber ihr könnt sie schon in den Kalender eintragen.

Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen immer am 4. Mittwoch/Monat 19 Uhr 24.06. / 22.07. (schreibt eine Email für mehr Infos)

Mit dem Sinken der Neuinfiziertenzahlen beginnt nun auch die Debatte darüber, wie mit den Folgen der aktuellen Krise umgegangen werden und wer für die Krise bezahlen soll. Spoiler: Wenn wir uns nicht organisieren, wird auch der Sozialbereich sicher mit dabei sein!  Weiterlesen

aks-Corona-Newsletter Nr. 4

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

auch wenn immer mehr Einschränkungen gelockert werden, zeichnet sich deutlich ab, dass uns die Corona-Pandemie noch längere Zeit beschäftigen wird. Die stufenweise Öffnung der Kitas und Schulen zeigt bei genauerer Betrachtung, wie viele Fragen und Probleme (meistens von Eltern und den Fachkräften) tatsächlich zu bewältigen sind. Von „Normalität“ kann hier keine Rede sein, mal davon abgesehen, dass wir die Vor-Corona-Normalität schon problematisch fanden.

Wir wollen mit diesem Newsletter wieder Stimmen aus der Sozialen Arbeit Gehör verschaffen, da die Soziale Arbeit nach wie vor in der Öffentlichkeit nur sehr begrenzt wahrgenommen wird. Um die Länge des Newsletters etwas zu reduzieren, haben wir die ausführlichen Berichte in einem PAD gesammelt und hier nur verlinkt. Weiterlesen

aks-Corona-Newsletter Nr. 3

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Corona bestimmt weiterhin maßgeblich die Tagesordnung. Medien berichten fast durchgängig über das Thema und konstant kommen Leute zu Wort, denen aus verschiedenen Gründen ein ‚Expert*innen-Status‘ zugestanden wird. Derweil finden Sozialarbeiter*innen und Adressat*innen Sozialer Arbeit als Expert*innen für die massiven gesellschaftlichen und lebensweltlichen Auswirkungen der Pandemie jedoch kaum Gehör. Auch ‚Hilfspakete‘ und ‚Rettungsschirme‘ erreichen längst nicht alle betroffenen Gruppen und Einrichtungen.

Wir haben den Eindruck, dass derzeit überall – im Kolleg*innenkreis, in Teams, in Austausch mit den Menschen, mit denen wir arbeiten – über die Pandemie und ihre Auswirkungen gesprochen und debattiert wird, dass aber kaum etwas davon ‚nach außen‘ dringt, breiter geteilt wird oder Gehör erlangt. Dies ist unserer Ansicht nach aber unbedingt notwendig: Um Erfahrungen und Strategien zu teilen und auch, um politisch aktiv werden und Forderungen stellen zu können! Weiterlesen