Soziale Arbeit: Emanzipation oder Repression? – „Hilfe unter Protest“

Aus dem aktuellen Newsletter:

Hallo kritische Soziale ArbeiterInnen,

„Behörden würden von Sozialarbeitern erwarten, dass sie geflüchtete Menschen  auch kontrollieren, sanktionieren und ihnen Rückkehrberatung anbieten, der  Anspruch der Sozialarbeit sei im Widerspruch dazu unterstützend und  emanzipatorisch.“ so ein Zitat in der BZ

Es gibt seit letzter Woche ein Positionspapier zur „Soziale Arbeit mit Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften – Professionelle Standards und sozialpolitische Basis,“ (www.fluechtlingssozialarbeit.de) das wir euch zur  Diskussion weiterleiten wollen (Der aks Berlin hat sich zu diesem Papier geäußert und Kritik angebracht) dazu . Dieses Papier kann auch für viele andere  Bereiche der Sozialen Arbeit Anregung geben.
Eine kurze Anmerkung zu den Löhnen: In Freiburg und Umgebung hat sich in der Flüchtlingsarbeit S12 etabliert  und dies sollten wir auch nicht unterbieten, sondern aktiv mindestens  einfordern.

Auch darüber hinaus zeigen sich in der Debatte um die Verdrängung von  Obdachlosen aus der Freiburger Innenstadt, dass auch hier Soziale Arbeit –  entgegen ihrer konzeptionell festgelegten Standards – für die Politik der  Repression eingesetzt werden soll: So im Der Sonntag (6.3.) „Streetworker des Sozialamtes, hätten wenig Erfolg gehabt, die Obdachlosen aus der Innenstadt herauszukomplimentieren“, so die Phantasien der Verwaltung und  ihrem Ordnungsbürgermeister Neideck.
Wir erinnern in diesem Kontext auch an die fachliche Beschneidung des Forum Weingartens.

Wir denken, dass eine Debatte über die Instrumentalisierung Sozialer Arbeit  für politische Repressionen, entgegen ihres emanzipatorischen Gehaltes  längst überfällig ist. Dazu entstehen im aks gerade Überlegungen, etwas zum  Thema „Hilfe unter Protest“ zu machen. Infos folgen!

Dann noch der Hinweis zu den nun anlaufenden TvöD Verhandlungen: 1.  Verhandlungsrunde war heute am 21.3., weitere folgen dann Mitte April. Die  Forderung ist linear 6% (statt einer Pauschale, was sozialer wäre und den  unteren Lohngruppen mehr zu gute kommen würde) und 100€ für Azubis. Ebenso  geht es um die Entgeltordnung (vor allem der „unteren“ Gruppen), dafür  wollen die Arbeitgeber an die betrieblichen Altersvorsorge gehen und dort  Einschnitte vornehmen.
Wir wollen im Rahmen der Tarifverhandlungen auch auf die vielerorts unfairen  Löhne in der Sozialen Arbeit aufmerksam machen.
Beginnt mit Diskussionen, wie ihr euch dazu einbringen könnt!
Wie könnt ihr eure ArbeitgeberInnen dazu bringen Tariflöhne zu zahlen!?

Grüße vom aks Freiburg
https://aksfreiburg.wordpress.com

TERMINE:
– 23.3. „Ankommen nach der Flucht. – Grundlagen, Herausforderungen und Bewältigungstechniken“ (siehe Anhang)

– refugees welcome – interdisziplinäre Ringvorlesung an der KH/EH (07./28.4;12.5; 02./23.6)
http://www.kh-freiburg.de/hochschule/termine/

– aks Treffen Dienstag den 19.04. um 20 Uhr an der Katholischen Hochschule (Haus 3 Raum 3103)
https://aksfreiburg.wordpress.com/

– save the date: 3. Mai 20 Uhr KH Raum 1207: gemeinsame Veranstaltung von aks und care Revolution. Infos folgen.

LESE-/HÖR-STOFF:
– Positionspapier Soziale Arbeit mit Geflüchteten in
Gemeinschaftsunterkünfte – Professionelle Standards und sozialpolitische
Basis http://www.fluechtlingssozialarbeit.de

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