aks Info im Juni

Hallo kritische Soziale Arbeiter*innen,

wir wollen euch auf den heute veröffentlichen Aufruf https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org hinweisen. Den wir auch als aks unterstützen: „Unsere Solidarität ist unteilbar – denn Migration und das Begehren nach einem guten Leben sind global, grenzenlos und universell. “
Der Aufruf kann hier https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org/support unterzeichnet werden.

Dazu passend gibt es morgen Dienstag (19.06.) auch eine Veranstaltung und ein Aufruf aus Österreich die das gleiche zum Thema hat.

Schaut auch unter aks-Infos eine Aufruf aus Österreich und den Rückblick auf die Veranstaltung Soziale Arbeit und Abschiebung.

Grüße vom aks Freiburg
https://aksfreiburg.wordpress.com

TERMINE:
– Di. 19.06. 18 Uhr | Gesa Köbberling: Rechtsextremismus als Forschungs- und Praxisthema der Sozialen Arbeit | Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie (Maximilianstr. 15)
im Rahmen des Kolloquium zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus
http://www.kaee.uni-freiburg.de/kolloquium

– Di. 17.07 20 Uhr | Treffen des aks Freiburg | 3103 KH Freiburg
https://aksfreiburg.wordpress.com/

– 16. – 18.11. | Regionalgruppentreffen 2018 des Arbeitskreise kritische Soziale Arbeit in Leipzig
http://www.kritischesozialearbeit.de

(aks)-INFOS:
– 21./22.09. | Soziale Arbeit unter Schwarz/Blau – Wir wollen keine Mittäter*innen sein | Wien
kritische Studierende der FH Wien veranstalten einen 2-tägigen Kongress zu Widerstandspraxen Sozialer Arbeit unter einer rechten Regierung. Gesucht werden knackige wissenschaftliche oder erfahrungsbasierte Beiträge und ich kann mir vorstellen, dass grenzübergreifende Perspektiven bereichernd sein können. Aufruf untenstehend.
https://www.facebook.com/events/1883896838575755/

– Aufruf Solidarität statt Heimat: Nennen wir das Problem beim Namen. Es heißt nicht Migration. Es heißt Rassismus.
Das Ausblenden der sozialen Realitäten wird nicht funktionieren. Mit Zuschauen und Schweigen muss
endlich Schluss sein: Wir werden Rassismus und Entrechtung konsequent beim Namen nennen. Wir werden uns dem neuen völkischen Konsens entziehen und uns allen Versuchen entgegenstellen, die Schotten der Wohlstandsfestung dicht zu machen.
Unsere Solidarität ist unteilbar – denn Migration und das Begehren nach einem guten Leben sind global, grenzenlos und universell.
https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org

– Rückblickend auf die Veranstaltung „Soziale Arbeit und Abschiebung“ noch der Hinweis auf folgende Texte:
* Müssen Beschäftigte in Flüchtlingsunterkünften an Abschiebungen mitwirken?
Straf- und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen im Kontext von Aufenthaltsbeendigungen

Barbara Weiser (Juristin beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück) weist darauf hin, dass ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erforderlich ist, sofern „die Polizei die Wohnung oder das Zimmer einer Bewohnerin oder eines Bewohners gegen deren Willen durchsuchen“ möchte, „um sie selbst oder ihre Identitätspapiere aufzufinden“. Sollte ein/e Arbeitgeber_in in solchen Konstellationen, in denen kein Durchsuchungsbeschluss vorliegt, verlangen, dass die Beschäftigten der Unterkunft den Beamt_innen die Durchsuchung erleichtern, so seien die Beschäftigten dazu aufgrund der rechtswidrigen polizeilichen Handlung arbeitsrechtlich nicht verpflichtet, so Weiser weiter.

* Der Flüchtlingsrat Berlin e.V. hat im Dezember 2017 eine Handreichung „Handlungsoptionen im Fall von Abschiebungen aus Sammelunterkünften. Eine Handreichung für Sozialarbeiter_innen und Betreuer_innen“ herausgegeben.

Auch wenn die Ausarbeitung an einzelnen Stellen auf die Berliner Rechtslage eingeht, so haben die generellen Ausführungen doch auch in Freiburg Gültigkeit. Die Hinweise des Flüchtlingsrats Berlin verstehen sich als Anregung und Orientierungshilfe. Für Sozialarbeiter_innen und andere Beschäftige in Unterkünften macht es Sinn sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die eigene Haltung, aber auch die Haltung des Trägers der Einrichtung, zu klären, um im Falle einer Abschiebung vorbereitet und handlungsfähig zu sein.

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