aks-Corona-Newsletter Nr. 4

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

auch wenn immer mehr Einschränkungen gelockert werden, zeichnet sich deutlich ab, dass uns die Corona-Pandemie noch längere Zeit beschäftigen wird. Die stufenweise Öffnung der Kitas und Schulen zeigt bei genauerer Betrachtung, wie viele Fragen und Probleme (meistens von Eltern und den Fachkräften) tatsächlich zu bewältigen sind. Von „Normalität“ kann hier keine Rede sein, mal davon abgesehen, dass wir die Vor-Corona-Normalität schon problematisch fanden.

Wir wollen mit diesem Newsletter wieder Stimmen aus der Sozialen Arbeit Gehör verschaffen, da die Soziale Arbeit nach wie vor in der Öffentlichkeit nur sehr begrenzt wahrgenommen wird. Um die Länge des Newsletters etwas zu reduzieren, haben wir die ausführlichen Berichte in einem PAD gesammelt und hier nur verlinkt.

Als AKS möchten wir eine Plattform für den Austausch bereit stellen und euch ermutigen, eure Erfahrungen und Ideen mit uns und anderen zu teilen. Deshalb unser Aufruf an alle: Berichtet uns von eurer aktuellen Situation, euren Herausforderungen, euren Umgangsweisen! Ihr könnt uns…
… eine Mail schreiben: aks-freiburg@gmx.de
… anrufen (aks Nummer 01747541475) und Sprachnachrichten auf der Mailbox hinterlassen
… direkt in unser PAD schreiben: https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/1SEkpfcEhdo9I8BISOASp6xC/

Selbstverständlich werden alle eure Mitteilungen anonym behandelt. E-Mails und Sprachnachrichten werden wir – redaktionell angepasst und anonym – auf dem PAD veröffentlichen.

1. Zur Situation von Fachkräften

In der Corona-Krise zeigt sich, wie unterschiedlich die Träger der Sozialen Arbeit mit der Situation umgehen. Einzelne Berichte von aks-Mitgliedern machen das sehr deutlich und bringen zugleich zum Ausdruck, was nach Corona im Rahmen einer Kürzungsdiskussion auf uns zukommen könnte.

Zwei Fachkräfte berichten, wie freie Träger bei finanziellen Kürzungen der Jugendämter in den Hilfen zur Erziehung das unternehmerische Risiko vollständig auf die Beschäftigten abwälzt. Auch zeigt sich, wie Befristungen mit Sachgrund in der Sozialen Arbeit missbraucht werden.

Hier der Link zu den ausführlichen Berichten:
https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/1SEkpfcEhdo9I8BISOASp6xC/
Selbst bei der Stadt Freiburg wurden scheinbar erste Versuche unternommen, befristete Verträge nicht zu verlängern.

2. Zur Situation der Adressat*innen

Wir alle erleben tagtäglich, dass die Pandemie zwar Auswirkungen auf das Leben aller Menschen hat, aber verschiedene Gruppen jedoch von diesen Auswirkungen sehr unterschiedlich betroffen sind. Und je länger die (wenn auch gelockerten) Einschränkungen dauern, desto extremer wirkt sich diese Spaltung aus.

Ein ausführlicher Bericht eines aks-Mitglieds aus den Hilfen zur Erziehung macht dies sehr deutlich. https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/1SEkpfcEhdo9I8BISOASp6xC/

Wie sich die Corona-Krise unter den Gesichtspunkten von Diskriminierung und sozialer Benachteiligung auswirkt, vertieft ein Interview mit Albert Scherr:
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/coronavirus/309964/diskriminierung

Wie Jugendliche die Krise wahrnehmen macht die „JuCo“-Studie der Uni Osnabrück deutlich:
https://www.uni-hildesheim.de/neuigkeiten/wie-erleben-jugendliche-die-corona-krise-ergebnisse-der-bundesweiten-studie-juco/

3. Weiteres

Zur Anregung hier die ansprechend gestaltete Homepage einer Initiative aus Berlin: https://www.jetzterstrecht.org/de/

ver.di-München hat eine Blitzumfrage zu Soziale Arbeit und Klient*innenkontakte gemacht; hier die zusammengefasste Auswertung:
https://muenchen.verdi.de/branchen/gemeinden/++co++1d6fb844-9072-11ea-b0ac-001a4a160111

Bleibt gesund und solidarisch!