Lesung und Diskussion: Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich – Die neue Klassenjustiz (Ronen Steinke)

Hörsaal KG III Raum 3219 (Uni Freiburg, Platz der Universität 3)
am Mittwoch 9.11. 19:00 Uhr

Der Rechtsstaat basiert unter anderem auf dem Versprechen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. In der Realität sieht dies ganz anders aus. Die geltende Rechtsordnung begünstigt jene, die vermögend sind und benachteiligt gleichzeitig die, die wenig oder nichts haben. Unterschiedliche ökonomische Verhältnisse führen dazu, dass die Justiz den Menschen entsprechend dieser Ungleichheit unterschiedlich begegnet.

"Je prekärer die Lebensumstände, desto strenger entscheiden Richter"

Als kritische Jurist*innen (akj, Humanistische Union) und kritische Menschen aus der Sozialen Arbeit (aks) haben wir in unserer alltäglichen Arbeit immer wieder mit diesen Ungleichheiten (z.Bsp. Delikte die letztendlich Armut bestrafen) zu tun und den Klassencharakter des Justizsystems deutlich macht.

In seinem Buch zeigt Ronen Steinke die Klassenjustiz auf und thematisiert das Problem, dass die unterschiedliche Behandlung von Arm und Reich durch die Justiz immer noch sehr real ist und sogar zunimmt.