Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Liebe Kolleg:innen,

wir (Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg), Care Revolution, die Belegschaft der „Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“ und die FAU Freiburg) rufen mit diesem Offenen Brief (pdf) unsere Kolleg:innen im Sozialbereich dazu auf, die Stimme zu erheben und sich gemeinsam dagegen zu wehren, dass die Corona-Krisenkosten auf uns und den Menschen mit denen wir arbeiten abgeladen werden.

Wir rufen euch alle auf, sprecht mit euren Kolleg:innen und unterstützt den Offenen Brief. Wir sammeln erstmal weiter, gebt Bitte an ob die Unterschrift online erscheinen darf

Rückmeldungen an: aks-freiburg@gmx.de
Ihr könnt als Einzelperson oder als Gruppe den Brief unterstützen. zum Beispiel:
– Einzelne Beschäftigte des [Träger] Freiburg im Bereich [XXX]
– Team X der [Träger]
– Personen mit ihren Namen

Der Brief wurde am 24.1. erstmal mit den bis dahin gesammelten Unterschriften an die Presse, Gemeinderat versendet. Und vielleicht machen wir auch noch eine kleine Aktion (dazu gerne auch Ideen an uns senden!)

Zum Hintergrund noch BZ Artikel (1, 2), einen aus der Zeit und eine Meldung des SWR wie die Ergebnisse der Tarifverhandlung schon zum Spielball gemacht werden.

Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

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aks-Newsletter 10/2020

Liebe Mitstreiter*innen

Corona begleitet uns weiterhin direkt und indirekt. Es ist noch unklar wie sich die Zahlen im Herbst und Winter entwickeln werden. Klar ist aber leider, dass Adressatinnen Sozialer Arbeit häufig besonders von der Krise betroffen sind und deren Unterstützung bisher keine politische Priorität eingeräumt wurde. Die von politischen Entscheidungsträgerinnen viel beschworene Solidarität beweist sich häufig als leere Phrase, sobald Menschen in prekären Lebenssituation eben diese Solidarität dringend benötigen! Gleichzeitig schaffen wir es als Sozialarbeiter*innen bisher noch nicht ausreichend, uns öffentlich Gehör zu verschaffen. Da es diese Stimmen aber gibt, wollen wir in diesem Newsletter besonders auf einige öffentliche Stimmen aufmerksam machen.

1) Soziale Arbeit und Corona
Bielefelder Erklärung der Gilde Soziale Arbeit (pdf)
• Interview zur Kampagne »Dauerhaft systemrelevant«, das DBSH, der sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit einsetzt
»Streiks und Demonstrationen sind sehr voraussetzungsvoll im Bereich der Sozialen Arbeit«
• Sozialpädagogiktag Tübingen 2020: Soziale Arbeit in der (Corona-)Krise – Impulse und Verortungen: Interviews mit Wissenschaftlerinnen, Fachkräften und Vertreterinnen von Selbstorganisationen als Pod- /Videocasts zwischen November und Dezember. Infos und Newsletteranmeldung
• „Heute legen wir aus aktuellem Anlass ein Positionspapier der Initiative CareMachtMehr mit dem Titel ‚Großputz! Care nach Corona neu gestalten‘ vor, in dem wir vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie Probleme benennen, Ziele formulieren und erste Arbeitspakete vorschlagen. Dieses Positionspapier wurde erarbeitet, weil die gegenwärtige Krise unseres Erachtens auch eine Chance zur Korrektur gravierender Missstände im Bereich Care darstellt.“
https://care-macht-mehr.com/

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aks-Corona-Newsletter Nr. 3

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Corona bestimmt weiterhin maßgeblich die Tagesordnung. Medien berichten fast durchgängig über das Thema und konstant kommen Leute zu Wort, denen aus verschiedenen Gründen ein ‚Expert*innen-Status‘ zugestanden wird. Derweil finden Sozialarbeiter*innen und Adressat*innen Sozialer Arbeit als Expert*innen für die massiven gesellschaftlichen und lebensweltlichen Auswirkungen der Pandemie jedoch kaum Gehör. Auch ‚Hilfspakete‘ und ‚Rettungsschirme‘ erreichen längst nicht alle betroffenen Gruppen und Einrichtungen.

Wir haben den Eindruck, dass derzeit überall – im Kolleg*innenkreis, in Teams, in Austausch mit den Menschen, mit denen wir arbeiten – über die Pandemie und ihre Auswirkungen gesprochen und debattiert wird, dass aber kaum etwas davon ‚nach außen‘ dringt, breiter geteilt wird oder Gehör erlangt. Dies ist unserer Ansicht nach aber unbedingt notwendig: Um Erfahrungen und Strategien zu teilen und auch, um politisch aktiv werden und Forderungen stellen zu können! Weiterlesen